Redispatch & PV-Anlagen: Funktionsweise von §14a und §10e EnWG

Die Integration von Photovoltaik in das Stromnetz erfordert technische Anpassungen zur Netzstabilität. Diese Maßnahmen werden oft unter dem Begriff Redispatch zusammengefasst.
Was bedeutet Redispatch im Kontext von PV-Anlagen?
Redispatch bezeichnet Maßnahmen zur Stabilisierung des Übertragungsnetzes, etwa durch die Abregelung oder Erhöhung der Einspeisung. Bei PV-Anlagen dient dies dazu, lokale Netzüberlastungen zu vermeiden und die Frequenz des Stromnetzes konstant zu halten.
Warum Redispatch und wie wirken sich die Kosten aus?
Die Kosten für Redispatch werden auf die Netzentgelte umgelegt. Diese entstehen, wenn das Netz nicht ausreichend dimensioniert ist, um schwankende Einspeisungen ohne zusätzliche Steuerung zu bewältigen.
Unterschiede zwischen Redispatch 2.0 und 3.0
Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen und technischen Standards der Netzbetreiber. Sie definieren, wie genau Einspeisungen gesteuert werden müssen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
PV-Anlagen und negative Preise: Die Rolle von §10e EnWG
Bei negativen Strompreisen können PV-Betreiber theoretisch Entschädigungen erhalten oder müssen Einspeisungen drosseln. Dies dient dazu, die Kosten für die Netzstabilisierung bei Überangebot zu decken.
💡 Live: §51-Negativstunden (Mai 2026)
Im Mai 2026 gab es 75 Negativstunden — in zusammenhängenden Fenstern ab 4h: 70h (je nach Anlagen-Jahrgang förder-relevant). abgeleitet aus ENTSO-E; ±1–2 h ggü. amtlicher ÜNB-Monatsmeldung (die ist rechtsverbindlich). Frag Stromfee nach den aktuellen Zahlen.
Häufige Fragen
Wann ist ein Redispatch notwendig?
Ein Redispatch wird immer dann aktiviert, wenn die Netzstabilität gefährdet ist oder lokale Spannungsbegrenzungen überschritten werden. Dies geschieht meist automatisch durch die Überwachungssoftware der Netzbetreiber.
Wie beeinflussen Redispatch-Kosten die PV-Betreiber?
Die Kosten wirken sich primär über die Netzentgelte aus, die jeder Betreiber zahlt. Eine direkte Abrechnung erfolgt meist nur bei spezifischen Regelungen wie der Einspeisevergütung bei negativen Preisen.